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03.06.2013 - 22.06.2013 verbringen wir unseren Urlaub "In, über und um Island herum".

 

Tag 1 - 03.06.2013

Die Anreise war durchwachsen, wir hatten 1 Std Verspätung im Abflug. Begründung aus dem Cockpit: "There was a passanger who was not allowed to fly with us. We need to find his luggage".... Was auch immer damit gemeint war. Der Anflug auf Kevlavik war mehr oder weniger ein Blindflug durch die Wolken. Ganz kurz vor der Landung wussten wir, dass wir JETZT landen.

Strömender Regen empfing uns und eine kühle steife Brise.... Dies konnte uns heute aber nicht schocken, da wir ja Wellness in der "Blauen Lagune" eingeplant hattten.  Dort liessen wir es uns im milchig blauen 40°C warmen Wasser gut gehen.

Mehr gibt es für den Anfang noch nicht zu erzählen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

04.06.2013

Dann wollen wir mal auflösen, wo wir die erste Woche unseres Urlaubs verbringen.
Nach einem sehr guten Frühstück sind wir mit dem Taxi zum Domestic-Airport von Reykjavik gefahren, bei Dauerregen und Wind von 6 Windstärken in Böe sogar 8. Von dort ging unsere Reise weiter nach Ilulissat, Grönland. Während unserer Planungen für den Island-Urlaub sind wir irgendwann auf die Idee gekommen,  dass man den Urlaub mit Grönland verbinden könnte. Also hat sich Chrsitian an die Planungen gemacht: Flüge prüfen, Unterkunft, was kann man überhaupt in Grönland machen. Nach ein paar Wochen stand das Konzept, es mussten dann beim Island-Urlaub einige Abstriche in den Touren gemacht werden und dann waren wir uns sicher: ja, es wird eine Kombi-Tour. Wir haben uns auch bewußt dafür entschieden, die Planungen nicht mitzuteilen.

Das Einchecken am Flughafen Reykjavik war schon zum Schmunzeln, nicht zu vergleichen mit den Sicherheitsbestimmungen der anderen Flughäfen. Hier ging alles ein wenig gemächlicher zu. Bei 4 Starts in 4 Stunden, kann man das schon verstehen. Lachen mussten wir dann aber doch: der KLEINE Flughafen hatte einen Duty-Free-Bereich. Petra schaute auf dem Rollfeld nach dem Flieger für den Flug nach Ilulissat und das was sie sah stimmte sie doch sehr nervös: Ein City-Hopper (Typ Dash-8 : 37 Passagiere und 3 Besatzungsmitglieder) und das bei den Windverhältnissen.
Um 11:15 ging es pünktlich los und der Flieger wurde ordentlich durchgeschüttelt. Nachdem wir die Flughöhe von 4000 Feet (!!!) erreicht hatten, war es ruhiger und die Stewardess begann damit die Verpflegung zu verteilen. Leider war es während des Flugs sehr wolkig, dass wir nicht sehen konnten, was unter uns passiert. Kurz vor der Landung änderte sich die Sicht und wir konnten unter uns die Gletscher erkennen. Nach gut 3 Std. Flug landeten wir am Ilulissat International Airport. Im Landeanflug hatten wir einen herrlichen Blick auf die Stadt und die vielen vielen Eisberge, die sich vor der Stadt tummelten.
Am Flughafen wurden wir von einem Hotel-Taxi abgeholt und die Fahrerin fuhr uns SEHR flott zum Hotel. Alle Zimmer des Hotels haben einen Blick in den Fjord und als erstes stürmten wir zum Fenster um den Ausblick zu geniessen. Es war unglaublich.....

 

 

 

 

 

 

Nach dem Einchecken haben wir die Stadt erkundet. Zum einen brauchten wir eine Bank um Geld (DKK) zu holen, dann wollten wir kurz einkaufen (Getränke, Knabbereien) und wir mussten uns bei "World of Greenland" für unsere erste Tour heute Abend melden. Ilulissat ist eine Stadt der Kontraste. Zum einen gibt es einige sehr schöne Bereiche, wie zum Bespiel der Hafen aber zum anderen ist die Stadt von Schmutz gezeichnet. Abfall jeglicher Art liegt wahllos überall rum und verschandelt leider das Stadtbild. Dänemark pumpt zwar jedes Jahr Unmengen in Geld in das autonome Gebiet Grönland, aber beim Thema Müllentsoßrgung werden die Grönländer allein gelassen (jedenfalls in Ilulissat). Oder die Grönländer interessieren sich nicht für das Thema? Vielleicht kriegen wir das noch raus?!

 

 

 

 

 

 

Unsere erste Tour heute Abend begann um 22:00 und dauerte 2,5 Stunden. Eine Bootstour zu den Eisbergen bei "Nacht".... Der Begriff Nacht ist hier relativ. Wir fuhren mit insgesamt 14 Leuten in einem kleinen überdachten Boot raus in den Fjord. Die Dame aus dem Büro von "World of Greenland" hat uns noch geraten, alles an warmer Kleidung mitzunehmen. Und der Hinweis war Gold wert. Es war echt kalt auf dem Boot. Nicht nur der Fahrtwind machte zu schaffen, auch die Luft allgemein ist kalt. Der Skipper (ein Inuit) fuhr einige Zeit raus in den Fjord um uns an die richtig großen Eisberge zu fahren. Unter richtig groß kann mach sich die Grundfläche von bis zu 10 Fussballfeldern und die Höhe eines 10-stöckigen Hochhauses vostellen. Es war unglaublich: die Eisberge waren zerklüftet, glatt, hatten Löcher, leuchteten in grün, blau, hatten Risse oben an den Kanten, .... leider hat keiner der Gletscher gekalbt. Irgendwann hat Petra mal nach der Zeit gefragt: 23:15 und es war noch so hell wie in Deutschland gegen 20:00 zur Sommerzeit. Es wollte partout nicht dunkel werden. Um 0:30 war die tolle Tour zu Ende und es war immer noch taghell. Wir haben im Zimmer kein Licht gebraucht.

Wetter: heiter, hin und wieder mal ein paar Wolken, ca. 0°C, sehr klare kalte Luft - die Sonne war sehr intensiv
Abendessen: Petra: "Fish of the Day": Heilbutt leicht gedünstet mit Kartoffeln und Kraut, Christian: Thai-Chicken mit Reis
Zeitverschiebung: 4 Stunden zu Deutschland

05.06.2013
Nach dem überschaubaren Frühstück haben wir kurz Handy angemacht und haben die frohe Kunde erhalten, dass in unserem 6-Parteien-Haus ein kleiner Schreihals das Licht der Welt erblickt hat. Willkommen auf der Welt, kleiner Finn-Ole.
Für heute war Wandern angesagt. Wir haben 2 Touren miteinander verbunden, die an der Küstenlinie verlief. Wobei das Wort Küste nicht mit einem Sandstrand verwechselt werden darf. Hier gibt es keinen Strand. Hier gibt es nur kargen Felsen, der von vielen Schneefeldern bedeckt war und teiweise recht anspruchsvoll in die Höhe ging. Die Touren waren sehr schön, es ging immer auf und ab und  wir hatten immer einen Blick auf den Fjord mit den vielen, vielen Eisbergen. Nach etwas mehr als 4 Stunden waren wir wieder zurück im Hotel und haben uns der durchgeschwitzen Klamotten entledigt. Wir hatten wunderbaren Sonnenschein, aber es ging ein kalter Wind der die Mütze und dicke Jacke notwendig gemacht hat.

Als Belohnung gab es etwas Fanö-Feeling:

 

 

Für den Nachmittag gibt es keine weiteren Planungen mehr. Heute Abend wollen wir ein grönländisches Restaurant besuchen. Die Speisekarte verspricht Interessantes:
Walfleisch, Fisch und Steak. Lassen wir uns mal überraschen.

 

 

 

06.06.2013
Gestern Abend gab es Finwal-Steak mit Kartoffelgratin und Sauuce für Chistian. Für Petra gab es Ribeye mit Gemüse und Süßkartoffeln. Dazu gab es grönländisches Bier. Zum Nachtisch wählte Christian Pfannkuchen mit Blaubeer-Zimt-Eis und Orangensauce. Für Petra gab es Schokokuchen mit Vanille-Eis.... Für heute stand die Tour nach Rodebay (Oqaatsut auf grönländisch) mit dem Boot an. Die Tour sollte in Summe 4 - 5 Std. dauern: 1 Std Hinfahrt, 2 - 3 Std Aufenthalt mit Lunch in einem von Deutschen betriebenen Restaurant und 1 Std. wieder zurück.
Eine Gruppe von 9 Personen kam zusammen, wobei wir auch das ein oder andere bekannte Gesicht aus dem Flugzeug dabei hatten. Der Kapitän (ein einheimischer Fischer) hatte erstmal einmal die Abfahrtszeit verpasst, dass wir etwas warten mussten.  Nach kurzer Wartezeit ging es raus aus dem Hafen .... und .... rein in das Abenteuer. Ausserhalb des Hafenbereichs begrüssten uns einige nette Wellen die das kleine Boot (keine 10 mtr lang) ordentlich durcheinander schüttelten. Bei Petra kamen Erinnerungen an die legändere Waltour in Island aus 2005 in Erinnerung. Auch damals wurde das Boot sowohl längs als auch quer geschüttelt. Petra hatte sich in den hinteren Bereich des Boots verzogen, aber es war nicht so toll.

Nach 20 Min. kam unser Tourguide und informierte uns über die Aussagen des Kapitäns: Wellengang wird schlimmer und auf dem Rückweg wird das Boot zum größten Teil schlingern. Option: umkehren und die Tour neubuchen. Insgesamt wollten 5 Personen umkehren und das haben wir dann auch getan. Im Büro von "World of Greenland" haben wir die Tour dann auf Sonntag umgebucht. In dem Büro haben wir dann erfahren, dass unsere Tour am Samstag zum Eqi-Gletscher storniert wurde, da die Passage nicht möglich ist - aufgrund von zu viel Eis im Fjord. SCHADE....
Für heute haben wir uns dann entschieden, einen Teil der Tour von gestern zu laufen. Christian wollte gern KAP'en und ich habe ein Buch eingepackt, um ein bisserl zu lesen. Je näher wir unseren Ziel kamen um so euphorischer wurden wir. Der komplette Fjordarm war mit Eisbergen übersät. Gestern waren an der Stelle kaum Eisberge. Es ist unglaublich in wie kurzer Zeit sich das Bild geändert hat. Wir standen staunend auf den Felsen und konnten unser Glück kaum fassen.

Leider ist aber auch der Wind eingeschlafen, so dass von KAP'en keine Rede sein konnte. Also hat Christian eine Funkition an der Kamera ausprobiert: Zeitraffer... hier konnte man sehr genau sehen, wie schnell die Eisberge sich bewegen. Alle 6 Sek. ein Foto und das "Filmchen" war fertig.... Während der Zeit haben wir uns im Gesicht (trotz Eincremen) einen netten Sonnenbrand geholt. Die Lufttemperaturen steigen zwar langsam, der aufkommende Wind ist noch sehr frisch. Aber : wir haben Sonne.....

Abendessen:
Christian: Grönländisches Lamm mit Kartoffelpüree und Möhrenpüree
Petra: Heilbutt an Lauchorangensauce mit Kartoffelpüree
UND : grönländisches Bier

Der Freitag wird ein spannender Tag. Die MS Fram wird erwartet und wir sind gespannt wann sie wo vor Anker geht. Ist sie schon da, wenn wir nach kurzer Nacht aufwachen?
Ausserdem findet am Freitag in Ilulissat eine Art Marathon statt... Wir konnten es auch kaum glauben, als wir es gehört haben.  Schauen wir, was der Tag bringt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

07.06.2013

Um 7:30 haben wir unseren morgendlichen Blick über den Fjord schweifen lassen und am Horizont sahen wir ein Schiff mit einem "verdächtigen" schwarzen Schornstein. Also haben wir die Kamera gezückt, ein Foto geschossen und dann in das Bild gezoomt: Ja, es ist die Fram. Über eine Stunde hat sie sich durch den Eisgürtel vor Ilulissat geschoben um dann vor der Hafeneinfahrt vor Anker zu gehen. Christian hat sich den Spaß gemacht, während des Frühstücks die Kamera auf Zeitraffer einzustellen und nach dem Essen haben wir uns das Ergebnis angeschaut.  Es war sehr beeindruckend den Fahrtverlauf des Schiffes zu betrachten. Für heute war Wandern bei uns angesagt. Wir wollen zum Flughafen, denn dort soll es einen Pfosten geben, mit Hinweisschildern "Paris 5 Std, Kopenhaben 4 Std" ect. und den möchte Petra ungebedingt fotografieren. Unser Weg führte uns an der Küste entlang. Unterwegs kamen uns im wieder Personen mit verdächtig gleich aussehenden Jacken entgegen. Alle das gleich Azurblau. Und viele von den Personen schauten sich irritiert um... "Wo bin ich hier bloß" So manch einer machte an der Hafeneinfaht wieder kehrt. Konnte man die Personen nicht anhand der Jacke als Touri der FRAM erkennen, dann spätestens am Schuhwerk. So manch eine Dame stiefelte mit Keilabsätzen durch die Gegend. Es war schon sehr amüsant. Am Artic Hotel machten wir einen Abstecher und gingen dort zur Landzunge. Hier hatten wir einen wunderbaren Blick auf die FRAM und den Fjord. Die Touris wurden mit Zodiaks an Land gebracht. Hier haben wir einige Zeit verbracht. Das Artic Hotel hat "Iglus" aus Aluminium, die statt Hotelzimmer gebucht werden können. Wir haben uns gefragt, wie es wohl darin ausschaut?! Zimmer, Dusche auf engsten Raum und die Krönung war: schwarze Vorhänge, damit der Tourist auch nachts Schlafen kann (wir haben übrigens weiße dünne Vorhänge). Das Iglu muß sich übel aufheitzen.

 

 

 

 

 

 

 

Nach einiger Zeit sind wir weiter gegangen. Kurz vor dem Flughafen sind wir an einem Friedhof vorbei gekommen. Der Friedhof wirkte etwas unwirklich. Alle Gräber haben ein mannshohes Kreuz mit einer Plakette auf der der Name und die Lebensdaten stehen. Andere Gräber wiederum haben eine kleine Schiefertafel mit den Daten. Aber alle Gräber sind mit bunten Plastikblumen über und über geschmückt. Das hatte fast wieder einen fröhlichen Charakter. UND: alle Gräber sind Richtung Fjord ausgerichtet. Begrückend war zu sehen, dass es viele Gräber gab, in denen Babies und Kleinkinder beerdigt waren. Diese Stätte hat uns sehr nachdenklich gestimmt.
In der Nähe vom Friedhof gab es einen Picknicktisch und dort haben wir kurz Rast gemacht um etwas zu trinken. Und dann ging es weiter zum Flughafen. Unterwegs hatten wir einen Blick auf den Flughafen, er wirkte wie im Dornröschenschlaf. Aber es kamen dann doch 2 kleine Flugzeuge rein, eines war u.a. ein Air Greenland Flugzeug. Diese Flugzeuge sind sehr schön bemalt. Knallrot mit weißen Punkten im Heckbereich.

 

 

 

 

 

Am Flughafen angekommen mussten wir feststellen, dass es den besagten Pfosten nicht gab. Entweder war das Bild welches wir in einer Broschüre gesehen haben, eine Montage oder der Pfosten wurde zwischendurch entfernt. Trotzdem haben wir noch ein wenig Zeit am Flughafen verbracht und dem Treiben dort zu geschaut. Hier geht es alles etwas gemütlicher zu. Hier kann der Privatjet an einer zum Start fertigen Maschine vorschlüpfen...
Auf dem Rückweg haben wir noch mal Halt am Artic Hotel gemacht und die FRAM noch mal bewundert. Im Artic HOtel haben wir im Restaurant einen Tisch für Samstagabend gebucht. Die Küche soll sehr gut sein. Und dann ging es weiter Richtung City. Unterwegs sind uns einige Jogger entgegen gekommen, aber wir konnten nicht ausmachen, ob es sich dabei um die "Marathon-Teilnehmer" handelt. Mittagspause haben wir im Cafe-Inuit gemacht. Der Name "täuscht" aber: die Inhaberin ist eine Inderin/Pakistanin, wir sind mit ihr ein wenig ins Gespräch gekommen. Dabei ist rausgekommen, dass sie mit einem Deutschen verheiratet ist.... Er ist seid 29 Jahren in Grönland und sie ist seid 2001 in Grönland. Achja, gegessen haben wir auch: Christian ein Wrap mit herzhaft gewürztem Fleisch und Petra ein Sandwich mit geräuchertem Heilbut. Es war sehr lecker. Abends hat Christian noch mal eine Mitternachts Eisbergtour mitgemacht, Petra hat noch mal eine kleine Wanderung zum "Lieblingsplatz" gemacht: zum Gletscherarm der die Eisberge in den Fjord schiebt. Der Himmel war sehr klar, es waren keine Wolken am Himmel. Je weiter die Sonne gen Norden zog, umso intensiver wurde das Licht. Kurz nach 23:00 hat sich Petra wieder auf dem Weg zurück zum Hotel gemacht. Wieder vorbei an dem großen Feld mit Schlittenhunden die sich gegenseitig in den Schlaf jaulten. Um Mitternacht entstand dieses Foto: Die Sonne berüht noch nicht mal ansatzweise den Horizont. Die Sonne scheint hier 24 Stunden am Tag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

08.06.2013
Heute morgen war irgendwie Katerstimmung angesagt. Die Nacht war irgendwie arg kurz. Da wir heute nicht viel vor hatten, haben wir es gemächlich angehen lassen. Eigentlich hätten wir heute zum Eq,i-Gletscher fahren sollen, aber die Tour wurde bereits am Mittwoch abgesagt. Zuviel Eis in dem Fjordarm, dass das Boot nicht reinfahren kann. So haben wir unseren Rucksack mit Picknicksachen gepackt, Drachen und Rig eingepackt und sind zum "Lieblingsplatz" gewandert. Christian wollte dort unbedingt KAP'en. Beim ersten Versuch war der Wind ja eingeschlafen, heute war das Gegenteil der Fall. Wir hatten reichlich Wind und einige heftigen Böen waren auch dabei. Wir haben trotzdem unser Glück versucht. 2 Stunden hing der Drachen im Himmel. Es war gar nicht so einfach, ihn wieder auf den Boden zurück zu bekommen. Anker in den Boden hämmern ging ja nicht, da es nur Felsen oder Boden voll mit Schmelzwasser gab. Also musste die Parkbank als Anker herhalten, da sie in den Felsen betoniert wurde. Und das ging dann ganz gut. Die Bilderausbeute war bescheiden, die Kamera hatte einige Probleme mit den Lichtverhälnissen: Über dem Fjord das grelle Weiß, die dunklen Felsen. Die Farbübergänge waren nich optimal. Schauen wir uns daheim mal an, was von den Bildern verwendet werden kann.

Abends waren wir im Restaurant des Artic Hotels essen. Das Artic Hotel hat 4* (unser Hotel hat 3*) und das Personal wurde gut geschult. Jeder Gang wurde "vorgestellt" und es war richtig lecker, ab dem Hauptgang. Petra: Rohe kalte Schrimps mit Gurkensoufflee als Vorspeise. Die kalten Schrimps waren nicht das Wahre. Hauptgang: gebrannter Heilbutt (Innen roh, Aussen kurz angebrannt) mit Kresse und Sauce Hollandaise Schaum - das war lecker. Nachtisch: gebratner Rhabarba mit Maskaponeeis, Rhabarba-Gelee und "Sponge" (muss noch prüfen, was das heißt). Der Nachtisch war ein Traum. Dazu ein grönländisches Bier. Christian's Vorspeise: Heilbutt Carpachio mit Seegras und Melisse, Hauptgang: grönländisches zartes Lammfilet mit grünen Bohnen, Kartoffel-Pü und Rosmarinsauce. Nachtisch: Brownies mit Schockosauce mit Rhabarba-Sorbet überdeckt mit weißer Schokosauce. LECKER.... - Unter dem Strich sind wir mit unserem 3* aber sehr zufrieden. Im Artic Hotel herrscht viel zu viel Reizüberflutung, das schlichte Icefjord Hotel sagt uns da schon mehr zu.

Interessantes zum Artic Hotel:   http://www.hotel-blog.de/hotel-geschichten/hotel-arctic-ilulissat-klimawandel-inklusive/


09.06.2013
Heute haben wir die abgebrochene Tour nach Rodebay (sprich: Rodebai) oder Oquaatsut nachgeholt. Man könnte es auch "Die Reise in Weiß" nennen. Wir sind durch ein Meer an Eisbergen geschippert. Teilweise haben wir auf die Eisberge aufgesetzt, der Skipper und seine Helfer haben das Schiff aber immer gut rausgefahren. Die Fahrt war wie ein Rausch... Abertausende Eisberge tummeln sich inzwischen vor der Westküste. Nach 1,5 Std sind wir in Rodby angekommen. Eine Siedlung mit 35 Einwohnern, einer Kirche, einer Schule mit 5 Kindern und einem Lehrer und dem Restaurant H8 betrieben von einem Deutschen Ehepaar. Mare TV hatte vor einiger Zeit einen sehr interessanten Bericht über Grönland gebracht und die Beiden auch vorgestellt. Die beiden sind seid 14 Jahren nun schon in Rodebay und es war herrlich: sächsisches Dänisch.... Ei verbibsch noch ma.... Zu Essen gab es eine kalte Meeresplatte: Lachs, Dorsch, Dorschleber, Heilbutt geräuchert, Heilbutt mariniert, Walhaut (grönländisches Kaugummi) Schrimps, getrockneter Fisch, " grönländische Fischstäbchen", Zwergwal, dänischen Käse, Eichsfelder Mettworscht. Es WAR SEHR LECKER, wir haben bis auf Leber alles aufgegessen. Nach dem Essen sind wir in der Siedlung noch ein wenig rumgelaufen und haben Bilder gemacht. Um 14:30 sind wir dann wieder zurückgefahren. Den Abend haben wir dann bei einem grönländischen Bier ausklingen lassen. Oder doch besser bei einem Schnaps... Fisch schwimmt oben...

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Bilder sind KEINE Montage oder Ähnliches!

 

10.06.2013

Der vorletzte Tag ist angebrochen und wieder hatten wir strahlenden Sonnenschein. Nicht eine Wolke trübt den Himmel. Nach einem kleinen Frühstück sind wir in den Ort getapert um World of Greenland aufzusuchen. Christian wollte unbedingt einen Rundflug machen. Die Hubschraubertouren waren waren abgesagt, es sollten aber Touren mit einer kleinen Maschine stattfinden. World of Greenland hatte leider keine freien Plätze, wir wurden an Airzafari verwiesen. So haben wir mit der Dame noch einen Schnack gehalten und sie hat ein wenig erzählt über das Leben mit Moskitos, kurze Sommer und lange Winter und das Überanggebot an Taxen. Man muss sich vorstellen, es gibt in und um Ilulissat ein Strassennetzwerk von 40 km (!!!!!) und ca 30 Taxen. Jeder leistet sich inzwischen eine Taxifahrt und wundert sich warum am Geldende noch soviel Monat über ist. Dann gehen die Einheimischen zu Fuss....

Airzafari hat leider sehr merkwürdige Öffnungszeiten um kurz nach 10 war jedenfalls noch alles zu. Vielleicht weil Sonntag ist?!? Also sind wir zurück zum Hotel und hatten überlegt, eine weitere KAP-Session einzulegen. Leider ist der Wind komplett eingeschlafen. Also war wir eine Wanderung über die gelbe Route zum Lieblingsplatz durchgeführt. Unterwegs wunderten wir uns doch, dass 2 Hubschrauberrundflüge zum Gletscher gingen. Ein Helikopter ging sogar sehr tief runter. Wir waren etwas irritiert und dachten uns, dass da vielleicht einer zu viel Geld hat und einen privaten Flug bekommen hat. Das die Lösung in die Richtung geht, sollten wir später erfahren.

Am Lieblingsplatz haben wir zum letzten Mal in diesem Urlaub die Stille und das Knarzen der Eisberge genossen. Einige Eisberge haben wirklich im Gebälk geknarzt, wie ein Gewittergrollen. Aber nach 6 Tagen Sonnenschein kommt so langsam Bewegung in so manch einen Eisberg. Zurück sind wir wieder an dem großen Platz mit den Hundeschlitten vorbei gekommen. Im Ilulissat-Museum haben wir etwas sehr Interessantes über die Tiere erfahren:  die in Ilulissat befindlichen Hunde sind alles grönländische Schlittenhunde, die nördlich des Polarkreises geboren und gezüchtet werden. Haben sie einmal den nördlichen Polarkreis Richtung Süden verlassen, dürfen sie nicht mehr zurück kommen (Ähnlich wie bei den Islandpferden, die dürfen auch nicht mehr nach Island zurück, wenn sie die Insel einmal verlassen haben). Die grönländische Schlitenhunde sind für die Einheimischen Arbeitstiere und keine Kuscheltiere. Sie werden gefüttert, gepflegt , den Sommer über aber mehr oder weniger sich selbst überlassen. Freilaufende Hunde werden gegebenenfalls von einem "Dogshooter" getötet, um Wilderei unter den Gespannen zu vermeiden. Als europäischer Tourist war es schon ein befremdlicher Anblick, aber so ist die Mentalität hier in Grönland und das ist nicht zu kritisieren.

Nach dem Abendessen (Es gab Rudolf..... The Rendeer....) sind wir noch mal zum Artic Hotel gelaufen. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf Ilulissat im Abendlicht. Wir wollten wieder über den Holzbohlenweg laufen, aber irgendwie ... naja, im Artic Hotel liefen sehr viele Herren in Marinie-Uniform herum und es waren sogar Herren von der US-Coastguard dabei. Die Herren fühlten sich auch auf dem Bohlenweg wohl und wir fühlten uns etwas fehl am Platz. Aber wir sind trotzdem geblieben. Unsere Vermutung war, dass diese Herren die Helikopter-Touren gebucht hatten. Auch Marines sollen mal Urlaub haben. Achja, vor der Küste von Ilulissat schippert schon seid 2 Tagen ein dänisches Kriegsschiff (P570 - für Insider....).

Letztes grönländisches Bier....

==> Foto folgt

 

11.06.2013

Heute war der Rückflug nach Reykjavik angesagt. Um 11:45 ging der Shuttle vom Hotel zum Flughafen. Wir haben die Chance genutzt und sind zum Hafen runter und haben den Fischern bei der Entladung ihrer Tagesfänge beobachtet. Das war schon einiges was 2 der Kutter aus dem Meer geholt haben - Hellefisk / Heilbutt, den Petra in insgesamt 5 verschiedenen Variante hatte.

Am Flughafen erfuhren wir, das der Dänische Kronprinz Frederic just heute morgen in Ilulissat gelandet ist, um an einer Konferenz seines Verteidigungsministers teilzunehmen. Das erklärte natürlich einiges: Die Marine, die Heli-Rundflüge (für den Verteidungsminisger fliegt mehr gern mal flacher über die Gletscher....). Leider haben wir den Prinzen nicht gesehen. Die Herren konnten es nicht verstehen, was wir Damen an dem Prinzen finden .... komisch.

Unser Flieger hat in Kangerlussuaq eine Zwischenstation zum Tanken ( und nur zum Tanken) gemacht. Kangerlussuaq war früher eine Airbase der Amis und dementsprechend lang ist die Piste. Der weitere Flug verlief problemlos, die Landung wiederum war spannend. Wie beim Abflug war es heute sehr winding und regnerisch. Die Maschine wurde wieder ordentlich durchgeschüttelt. Beim Blick aus dem Fenster wurde einem doch anders, so hat der Flieger geschaukelt. Aber es ging alles gut. Nun haben wir eingecheckt, etwas gegessen, fix die Webseite gefüllt. Morgen geht es weiter. Details klären wir beim Frühstück, wenn wir wissen wie das Wetter wird.

Die letzten Fotos für Grönland folgen noch.....

 

 


 

12.06.2013

Heute morgen hatte uns das Chaos wieder - Frühstück im Hotel am Flughafen. Ein Gewusel, Stimmengewirr.... Wo bleibt nur die Ruhe der letzten Frühstücksmorgen ... UND... wo sind die Eisberge ??? Wir wollen zurück in die Einsamkeit....

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es mit dem KIA Sportage Richtung Thingvellir Nationalpark, Hraunfossar und Stykkusholmur.... Da ich heute an einer kleinen Schreibfaulheit leide, sprechen ein paar Bilder für sich:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Uhrzeigersinn von oben nach unten: 4 Bilder Thingvellir Nationalpark, Hochlandpiste zum Hraunfossar, Hraunfossar (Petra's Lieblingswasserfall) und Stykkisholmur.

 

 

 

 

 

 

13.06.2013

Weiterreise mit der Fähre in die Westfjorde.

Nach einem reichhaltigen Frühstück in unserem kleinen Hotel Egilsen (www.egilsen.is) ging unsere Reise weiter. Mit der Fähre fuhren wir die Insel Flatey an, nach einem kurzen Stop setzte die Fähre die Fahrt fort. Der Fjord war schön ruhig und wir haben u.a. kleine Wale, Papageitaucher und andere Seevögel gesehen, die Sonne schien auch wieder.

Die Fähre legt einem kleinem Örtchen an und hier gibt es nur 2 Richtungen : weiter in die Fjorde oder ins Landesinnere. Unsere Reise führte uns weiter in die Fjorde.

Viele schöne Ausblicke begleiteten uns, aber leider sind die Strassen nicht sehr "touristenfreundlich" -  es fehlen die Parkbuchten um die Ausblicke auch fotografieren zu können.

Karge Vulkanlandschaft mit kleinen Wasserfällen wechselten sich ab mit grünen Hängen, auf denen die suizidgefährdeten Schafe weideten....

Die Tiere hatten einen Drang Richtung Fahrbahn, die Weiden sind an einigen Stellen löchrig....  So ein Lämmchen in Knobi eingelegt wäre nicht das Schlechteste. Mit der Zeit veränderte sich auch das Wetter und es wurde mystisch. Wolken zogen vom Meer in die

Täler zwischen den Berghängen und je nachdem wo man sich gerade befand, war man über den Wolken oder mittendrin.

Unterwegs ist uns ein Schiff auf dem Trockenen begegnet. Dabei handelt es sich um Islands ältestes Eisenschiff. Es wurde 1912 in Norwegen gebaut und ist 1981 auf Grund gelaufen.  Auch hier schoben sie die Wolken sehr tief in den Fjord.

Links und rechts der Schotterpisten gab es immer wieder kleine Ansammlungen von Höfen, die bewohnt sind. Unser kleiner Geländewage durfte heute zeigen, was in ihm steckt. Schotterpiste rauf, Schotterpiste runter und so weiter....

 

Unser heutiges Ziel für 2 Nächte ist Breidavik, auch hierbei handelt es sich um einen Hof mit mehreren Unterkünften für Gäste: Hotel, Jugendherberge und Campingplatz. In der Nähe befindet sich der Latrabjarg ein Vogelfelsen, der  441 mtr in die Höhe ragt. An dem Felsen brüten die verschiedensten Vögel: Papageitaucher, Stumvögel, Trottelummen und u.a. Möwen gaben ihr Kreischkonzert. Leider war uns auch hier die Sicht durch die sehr tiefhängenden Wolken begrenzt. - Die Papageitaucher waren jedenfalls sehr geduldige Fotomodelle. Hier sind uns einige gute Schnappschüsse gelungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

14.06.2013

 

Auch heute morgen hingen die Wolken wieder sehr tief in den Fjorden. Vom Meer wurde immer mehr nachgeschoben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auge in Auge mit dem Papageitaucher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

15.06.2013

Heute ging es über teilweise am Fjord entlang und über das Hochland nach Isafjödur. Eigentlich sollten wir in Bildudalur eine Waltour machen sollen / wollen, aber irgendwas ist schief gelaufen. Das Büro war nicht besetzt und im Hafen sind wir auch nicht weiter gekommen - und der Hafen ist nicht groß. Christian hat Fischer angesprochen, ob sie uns weiter helfen konnten, aber leider war das nicht der Fall. So sind wir weiter gezogen.

 

Immer wieder vorbei an freilaufenden Schafen, die mit wehender Mähne vor den Autofahrern geflüchtet sind. Einige Schafe hatten reichlich Wolle auf dem Buckel und waren nicht besonders ansehnlich.

 

 

 

 

 

 

 

Eine DER Attraktionen auf der Route ist der Wasserfall Dynjandi, der in Kaskaden herunter kommt und sich in viele kleine, rauschende Wasserfälle auftut. Es war ein toller Anblick.

 

 

 

 

Und je weiter man nach oben kletterter, umso atemberaubender war der Anblick in den Fjord.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Isafjördur - der größte Ort in den Westfjordern, liegt geschützt zwischen zwei Felswänden, hat einen kleinen Hafen, einen abenteuerlichen kleinen Flughafen, Lawinenbarrieren und viele schöne und teilweise auch sehr alte Häuser.

Nachdem wir eingecheckt haben, haben wir einen kleinen Stadtrundgang gemacht und haben uns an dem Städtchen erfreut.

Besonders an der Bäckerei gegenüber des Hotels haben wir uns erfreut - bei Kaffee und Kuchenstückchen.

Später hatten wir uns im Hotel nach Essensmöglichkeiten erkundigt, die Dame vom Hotel wollte uns natürlich in deren Restaurant locken, mit dem Hinweis "We are

fully booked out - you need to book now the table." Wir haben uns dann dagegen entschieden, was auch gut war. Vor dem Hotel haben wir dann gesehen, warum das Restaurant ausgebucht ist. Ein Reisebus mit Schweizer Touristen fuhr vor. Dieser Bus "begleitet" uns schon seid 2 Tagen. U.a. waren sie auch am Latrabjarg und wollten die Papageitaucher mit Keksen locken - als wenn 1,5 mtr Abstand zu den Vögeln nicht ausreicht..... Menschen gibt es....

Wir ware in einem kleinen Restaurant esses: Salat mit Meeresfrüchten für Petra, Salat mit Chicken für Christian.

 

 

16.06.2013

Am heutigen 16.06. haben wir uns um Isafjörfur getummelt:

Wanderung zum Wasserfall am Ortseingang von Isafjördur

 

 

 

 

 

 

 

 

Bolungarvik: Leuchtturm...

 

 

 

 

 

 

 

 

und eine historische Fischerstation...

 

Hier wurde eine Fischerstation aus dem letzten Jhr. nachgebaut. Auf engstem Raum lebten 6 - 8 Fischer und eine Frau zusammen. Es wurde in Schichten oder zu zweit in einem Bett geschlafen. Die einzige Frau teilte entweder mit dem jüngsten oder dem Ältesten Mann das Bett.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unten noch 2 weitere Bilder aus Isarfjödur. Das Gebäude, welches ausschaut wie aus Pappe ist die Kirche von Isarfjödur. Das "herrschaftliche" Haus war früher ein Krankenhaus und ist heute das Verwaltungsgebäude. Isarfjödur ist die größte Ortschaft in den Nordwestfjorden.

 

 

 

 

 

 

 

 

17.06.2013

Heute ging es von Isarfjödur nach Drangsnes, wo wir 2 Nächte verbringen werden. Die Route führte uns entlang der Fjorde und über das Hochland. Besonders beeindruckend waren hier die vielen vielen Schneefelder. Wir hatten erfahren, dass Ende Mai noch mal Schnee gefallen ist....


 

Robben konnten wir am in den Fjorden auch beobachten. Hier ein Muttertier mit einem Jungtier.

 

In Island gibt es einige historische Freilichtmuseen, die das einfache Leben der Fischer vor 100 Jahren veranschaulichen. Das Museum links auf dem Bild haben wir eigenlich nur aufgesucht, weil wir etwas Warmes zu trinken wollten, aber es war sehr Interessant. Vor 100 Jahren haben die Menschen auf engstem Raum zu sechst oder acht gelebt. Es gab meist nur 4 oder 5 Betten, die von allen Bewohnern geteilt wurden. In der heutigen Zeit nicht vorstellbar.

 

 

 

 

 

 

Am Ortseingang von Drangsnes haben wir einen HotPool gesehen, der zum Baden oder besser Relaxen einlud - direkt an der Wasserkante zum Fjord. Den Pool sollten wir aber erst am 18.06. besuchen, heute waren wir im örtlichen Outdoor-Schwimmbad, welches auch ein Erlebnis war. Das Hauptbecken war mit 28° sehr gut temperiert und dann gibt es noch einen kleinen Whirlpool, der mit 39°-41° sehr gut beheizt war. Da konnte man aber nicht lang drin aushalten. Die Krönung war aber die Dampfsauna - es gab die volle Dröhnung an Schwefelgeruch, nach 5 Minuten haben wir das Weite gesucht....

 

 

 

18.06.2013

 

 

 

 

 

 

Es grünt so grün, wenn Islands Blumen blühen....

 

Heute gab es 2 Aktionspunkte: Entlang der Küste fahren und zu einem weiteren historischen Fischerort kommen. Da es sich aber um reine Schotterpiste handelte und wir nur wenig Zeit hatten, war dies dann doch nicht möglich. Wir haben aber trotzdem ein paar schöne Fotostops machen können.

Da Island kaum Waldgebiete hat (diese wurden Anfang des letzten Jhd. gerodet) nutzt Island das Holz, welches angespült wird. Dies kommt aus Sibirien nach Island. Wir hatten uns gefragt, wie lange das Holz wohl von Sibirien nach Island braucht?! Aber eigentlich kann man sich orientieren, wie lange das Gerümpel nach dem Tsunami in Fokushima gebraucht hat um in Amerika angeschwemmt zu werden. Etwas mehr als 1 Jahr.

Zweiter Aktionspunkt war am Mittag ein Tour auf die vorgelagerte Insel Grimsey. Auf der Insel leben ausser diversen Wasservögeln keine weiteren Lebenwesen, also auch keine menschliche Siedlungen. Nachdem eine deutsche Fotoreisegruppe endlich aus Reykjavik ankam und gemächlich eingecheckt hatte, ging es kleinen Fischerboot rüber. Was uns auf der Insel erwartet haben wir im Traum nicht geahnt. Die Insel wimmelt von Papageitauchern. Uns war sehr schnell klar, dass diese Vögel nicht so zahm sind wie die Tiere vom Latrabjarg.

 

Auf einem kleinen Berg brüteten Komorane und Möwen. Die Tiere waren natürlich "not amused" über die menschliche Störung. Aber da wir nicht aus dem Boot auf den Felsen konnten war die Sorge unberechtigt.

Da Petra mit Ihrer Kamera nicht so nah an die scheuen Papageitaucher ran kam, fotografierte sie die brütenden Eiderenten. Dies war gar nicht so einfach: entweder haben die Vögel Petra aufgeschreckt, weil sie sich gestört fühlten oder Petra ist fast auf die Tiere getreten, da sich sich NICHT bewegt haben.

 

Ganz links eine brütende Eiderente, links ein Nest einer Eiderente: Ein Ei auf Daunen und Gras.

 

 

Ton in Ton mit dem Untergrund. Eine Ente die auf Steinen brütet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Rückweg zum Boot und zurück zu unserer Unterkunft. Es war ein schöner Geburtstag.