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Fanö 2011

 

Fanö zur Drachenfestivalzeit - 2011

2 Wochen vor dem jährlichen Drachenfestival Mitte Juni auf der dänischen Insel Fanö ist es noch beschaulich ruhig. Nur wenige Touristen bevölkern den 12 km langen befahrbaren Sandstrand. Da wir im Moment lediglich alle 2 Jahre auf die Insel fahren, sind die Veränderungen für uns besonders spannend. Dabei sind es weniger die baulichen Veränderungen in den 3 Orten Nordby, Rindby oder Sonderhoe. Der Strand verändert sich immer mehr. Während vor 4 - 6 Jahren nur wenige Dünen AUF dem Strand waren, sind es jetzt immer mehr. Besonders im Bereich der Strandauffahrt Rindby Strand "wachsen" neue Dünen, die mit Strandhafer bewachsen sind und so den jungen Dünen Stabilität geben. Dies bedeutet, dass in den Bereichen weniger Platz für die Drachenflieger ist.

Am 1. Urlaubstag sind wir Vormittags mit dem Auto am Strand lang gefahren. An der Wasserkante befanden sich viele angespülte Felder aus Algen, Holzstückchen, Muscheln - die perfekte Grundlage für Bernstein. Auch wenn wir wußten, dass wir keinen Erfolg haben werden, haben wir trotzdem diese Felder teilweise durchgewühlt. Vielleicht hat ja jemand DEN Stein übersehen. Leider war die Suche nicht von Erfolg gekrönt. Lediglich Krümel haben wir gefunden. Da sich die Felder aber bis zur Südküste zogen, konnten wir uns in etwa ausmalen, was für reiche Beute die Einheimischen und Touris in den letzten 1,5 Woche bei der Bernsteinsuche gehabt haben müssen...  Man kann halt nicht alles haben.

 

 

 

 

Zu einem Fanö-Besuch gehört natürlich auch eine Wanderung zum Paelebjerg, mit 21 mtr immerhin der höchste Berg der Insel. Von dem Berg aus hat man einen herrlichen Blick in alle Richtungen: Westen - hier kann man den Buggyfahrern zu schauen,Norden - Rindby Strand, rüber nach Esberg schauen, Osten - auch hier schaut man Richtung Esberg und Süden - die unberührte Natur. Leider war das Wetter bei unserem Besuch nicht so optimal, dass wir die Fernblicke geniessen konnten. Es war bedeckt! Tortzdem sind wir weiter spaziert an den See und haben uns an den vielen Seerosen und der Ruhe erfreut. Einen weiteren Abstecher machten wir zum Naturspielplatz der ca. 500 mtr Luftlinie vom Paelebjerg entfernt ist. Bei dem Naturspielplatz handelt es sich um einen Kletterpark für Kinder und NUR für Kinder, auch wenn sich die Erwachsenen gern mal auf die Schaukel setzen oder in das "Hamsterrad" klettern und Blödsinn machen. Wird aber nicht gern gesehen, besonders von deutschen Touristen.... Wir haben uns auf das Zuschauen beschränkt und die Kinder beim Klettern beobachtet.

 

 

 

 

 

Während der ersten Woche haben wir bei schönstem Wetter auch Sönderho besucht. Sönderho hat ca. 300 Einwohner. Zu Gründungszeiten war das Dorf eine Seefahrerstadt und viele der alten guterhaltenen Gebäude stammen aus der Zeit.  Der  Sönderho Kro ist ein elegantes Restaurant welches verschiedene Fischgerichte serviert. Wir sind aber unsere obligatorische Runde geganen, runter ans Wasser und haben das Marschland besichtigt. Neu ist ein kleine Ausstellung in einem alten aufgepeppten Schuppen, die über Sönderho informiert. Leider hat unser Lieblingsbäcker noch nicht geöffnet, erst ab dem 10.06. - kurz bevor die Touristenmengen kommen. Somit gab es keine leckeren Stückchen.

 

 

 

 

 

Fanö's Westküste ist ein gut 12 km langer Sandstrand der zu 80% mit dem Auto befahrbar ist. Rund um die Nordwest- und Südwestspitze ist der Strand nicht befahrbar. Während des Drachenfestes ist der Strand zweigeteilt. Rund um Fanö-Bad und Rindby-Strand tummeln sich die Drachenflieger mit ihren stablosen Drachen, Kastendrachen und Einleinerkreationen. Ab Strandmitte Richtung Süden haben die Buggyfahrer und  Kitesurfer ihr Terrain. Hier kommen sich beide Interessengemeinschaften nicht in die Quere. Wobei dieses Jahr einige Buggyfahrer den Buggystrand ignoriert haben, denn sie fuhren zwischen Fanö-Bad und Rindby-Strand, was zu Konflikten führen kann. Das jährliche Kitefestival versteht als "sehen und gesehen werden" allerdings im positiven Sinne. Jeder zeigt seine Drachen und man tauscht sich mit Freunden und Bekannten aus und es werden neue Freundschaften geschlossen. Das Drachenfest beinhaltet keine Meisterschaften, wohl aber Workshops in denen Drachen gebaut werden und die jährlichen Fanö Classics befassen sich mit historischen Drachen.

 

 

 

 

 

 

Trotz das Fanö im Sommer von Touristen gut besucht ist, herrscht auf der Insel eine hohe Artenvielfalt an Tieren. Dieses Jahr hatten wir wieder die verschiedensten "Haustiere". Kaninchen, inkl. einem "schwarzen Rächer", Rehe, Fasane. Während unserer Wanderung zur Nordspitze haben wir einen Hasen gesehen. Auf der Insel Fanö brüten die verschiedensten Vögel und an der Südspitze tummeln sich Seerobben auf den Sandbänken.